Ernährung

Es gibt viele Seiten, die sich mit der Ernährung der Katze beschäftigen. Einige sind so gut und ausführlich, dass wir hier nicht versuchen werden, uns da mit einzureihen.

Wir möchten hier lediglich unsere eigenen Erfahrungen niederschreiben.

Ich habe in den letzten Jahren viel über artgerechtes Futter gelesen und gelernt, und bin zusammenfassend zu dem Schluss gekommen, dass wir für uns besser damit klar kommen, auch mal fünfe gerade sein zu lassen.

Wir achten schon auf jeden Fall darauf, dass das Futter hochwertig ist. Aber wir sind keine absoluten Trockenfuttergegner, wir barfen nicht nach Tabelle, wir mischen verschiedene Fütterungsformen und begründen das Ganze einfach damit, dass wir für uns Menschen ja auch nicht nach Nährstofftabelle kochen, oder ungesunde Sachen total verteufeln. Wir lieben das gesunde Mittelmaß.

Aber so wenig, wie man gesund bleiben kann, wenn man sich ausschließlich von Fastfood und Schokolade und Chips ernährt, so wenig sollte man so ein Ernährungsmodell für seine Katze wählen.

Deshalb gibt es dann doch ein paar wichtige Aspekte, von denen wir uns wünschen, dass zukünftige Adoptanten unserer Kitten sie zur Kenntnis nehmen und möglichst auch umzusetzen versuchen.

So ist die ausschließliche Trockenfutterfütterung genauso schädlich wie die Fütterung mit 800 Gramm Dosen für 75 Cent. Da kann einfach nichts Hochwertiges drin sein.

Aber nicht jeder muss seine Katze ausschließlich mit rohem Fleisch oder ganzen Beutetieren versorgen.

Ein hochwertiges Dosenfutter als Grundnahrungsmittel, ein bis zweimal wöchentlich (oder besser täglich) ein paar rohe Hühnerherzen… und das Trockenfutter erstens hochwertig und zweitens nur als Leckerchen oder Zwischenmahlzeit – und schon lebt die Katze vermutlich gesünder.

Katzen sind Raubtiere!

Katzen sind Raubtiere!

Katzen sind Raubtiere. Das ist ein Bild unserer ersten Erfahrungen mit der Fleischfütterung.

Damals haben wir das Fleisch noch nicht roh verfüttert.

Katzen sind Fleischfresser. Und die Falbkatze, von welcher unsere Hauskatze abstammt, kommt ursprünglich aus der afrikanischen Wüste. Deshalb ist ein hoher Feuchtigkeitsgehalt in der Nahrung absolut wichtig. Katzen trinken nicht viel. Sie entnehmen die benötigte Flüssigkeit aus ihrer Nahrung.

Mit diesem Wissen kann man Trockenfutter schon mal nicht mehr als artgerechte Nahrung sehen. Trotzdem wird es sehr gerne verfüttert. Die Handhabung ist einfach, und aufgrund der harten Konsistenz glauben viele Menschen, dass Trockenfutter gesund für die Zähne der Katze sei. Aber das Gegenteil ist der Fall. Harte Kekse sind ja für unsere Zähne auch nicht gesund. Das allermeiste Trockenfutter besteht überwiegend aus Getreide. Und wenn es dann auch noch Zuckerstoffe enthält, kommt des dem Keks viel näher als der natürlichen Nahrung der Katze. Es klebt an den Zähnen und verursacht Karies. Oder die Bröckchen werden gleich im Ganzen von der Katze verschluckt, was zwar den Zähnen nicht so schadet, sie aber auch nicht säubern kann.

Trockenfutter ist aber meist auch noch die billigste Möglichkeit seine Katze zu ernähren. Besonders, wenn man mehrere Tiere hat, spielt der Preis der Nahrung oftmals eine Rolle. Da kann man nur anmerken, dass eine gesunde Nahrung später Tierarztkosten reduziert. Aber da viele Tierärzte Trockenfutter propagieren (sie verdienen entweder direkt daran, wenn sie das Trockenfutter dann auch noch verkaufen, oder später, wenn die Tiere durch das Futter krank geworden sind), und die Handhabung eben so schön einfach ist, bleiben viele Menschen da beratungsresistent.

Trotzdem bleiben wir dabei, dass die überwiegende Nahrung der Katze nicht aus Trockenfutter bestehen sollte. Und sei es noch so teuer. Wir selber verfüttern zwar auch Trockenfutter – wir können unseren Katzen eben selber nicht widerstehen  – , aber wir begrenzen die Menge und verfüttern dabei nur wirklich hochwertiges Trockenfutter, bei dem die Inhaltsstoffe klar und deutlich und auch verständlich aufgelistet sind, der Fleischanteil hoch ist, Getreide, wenn vorhanden, nicht den Hauptanteil ausmacht und auch nicht aus Getreidemehlen besteht.

Trockenfutter bekommen unsere Katzen morgens zusätzlich zu verschiedenen Sorten Nassfutter, Eintagsküken und rohem Fleisch.

Wir füttern eher aus dem Bauch heraus und das, was die Katzen mögen. Weil wir so viele Katzen versorgen, haben wir den Vorteil, mehrere Futtersorten anbieten zu können. Wir achten aber darauf, dass alles Futter hochwertig ist. Wir hoffen durch die Vielfalt Einseitigkeit und eventuell daraus resultierenden Mangelernährungen vorbeugen zu können. Ab und zu gibt es sogar Futter, von dem wir nicht so viel halten. Erstens weil wir auch auf Spenden angewiesen sind, und zweitens, weil wir ein bis zwei Katzen dabei haben, die sich leider schon zu sehr an minderwertiges Futter, welches oft mit Aromastoffen und Zucker geschmacklich verbessert wird, gewöhnt haben.

Es ist viel schwerer, eine Katze, die das ‘Junkfood’ gewohnt ist, von gesundem Futter zu überzeugen, als andersherum. Deshalb ist es auch für zukünftige Adoptanten unserer Tiere kein Problem, wenn sie später anderes Futter verfüttern möchten. Wir trösten uns dann damit, dass die Katzen wenigstens in ihrer frühen Entwicklungsphase gesundes Essen bekamen. Wenn sich die Adoptanten aber vom Sinn der verantwortungsvollen Fütterung überzeugen lassen, bekommen sie fast immer von uns Katzen, die problemlos dieses gesunde Futter annehmen.

Erwachsene Katzen sollten zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag bekommen, Kitten brauchen mehr. Es ist sinnvoll, das Futter nach 30 Minuten wieder wegzuräumen, wenn es nicht verzehrt wurde, damit die Katze bei der nächsten Mahlzeit auch wieder Hunger hat. Viele Katzen haben rund um die Uhr Zugang zu Trockenfutter. Das kann entweder dazu führen, dass sie zu viel fressen, weil es ja immer da ist, oder aber auch, dass sie vielleicht zu wenig fressen, weil sie schon vom ständigen Geruch nach Futter satt sind. Wir selber halten uns aber nicht an diesen sinnvollen Rat, weil wir von scheuen bis zu zutraulichen Katzen alles hier vertreten haben. Wenn wir das Futter nach einer Zeit wieder wegräumen, kann es passieren, dass die scheuen Katzen noch gar nicht zum Fressen da waren. Trotzdem gibt es auch bei uns stundenweise gar kein Futter. Mit weniger Katzen ist es aber einfacher, sich an die festen Mahlzeiten zu halten.

 

Auf den nächsten Seiten wollen wir etwas näher auf Trockenfutter, Nassfutter, BARF(Rohfleischfütterung) und Eintagsküken, die eigentlich als Unterpunkt unter das Barfen fallen, eingehen.

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