Schutzvertrag und Schutzgebühr

Da wir als Pflegestelle des Vereins Tier Refugium Wegberg e.V. tätig sind, wird der Übernahmevertrag für die Katzen, die 2014 oder später geboren wurden, mit diesem Verein geschlossen.

Die Abwicklung läuft zwar über uns, aber der Vertag läuft auf den Namen Tier Refugium Wegberg e.V. und die Schutzgebühr geht an den Verein. Die Höhe der Schutzgebühr richtet sich danach, was bei den Katzen schon gemacht wurde.

Je nach Alter werden die Katzen entwurmt, entfloht, kastriert und gechipt und/oder tätowiert abgegeben. Dann beträgt die Schutzgebühr 120 Euro. (Infos dazu beim Tierrefugium)

Wenn die Katzen noch nicht kastriert sind, ist die Schutzgebühr entsprechend niedriger. Die Pflicht zur Kastration und Kennzeichnung wird dann aber im Vertrag festgehalten.

Für Katzen, die wir schon aufgenommen hatten, bevor wir Pflegestelle des Tier Refugiums wurden, suchen wir als Privatpersonen ein schönes Zuhause. Für diese Katzen haben wir eigene Verträge. Die Schutzgebühr bleibt gleich.

Quelle: Starke Pfoten – Der Jugendclub von Vier Pfoten

Theodor Storm –
Von Katzen

Vergangnen Maitag brachte meine Katze
Zur Welt sechs allerliebste kleine Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.
Fürwahr, es war ein zierlich Wochenbettchen!
Die Köchin aber, Köchinnen sind grausam,
Und Menschlichkeit wächst nicht in einer Küche –
Die wollte von den sechsen fünf ertränken,
Fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maienkätzchen
Ermorden wollte dies verruchte Weib.
Ich half ihr heim! – Der Himmel segne
Mir meine Menschlichkeit! Die lieben Kätzchen,
Sie wuchsen auf und schritten binnen kurzem
Erhobnen Schwanzes über Hof und Herd;
Ja, wie die Köchin auch ingrimmig drein sah,
Sie wuchsen auf, und nachts vor ihrem Fenster
Probierten sie die allerliebsten Stimmchen.
Ich aber, wie ich sie so wachsen sahe,
ich preis mich selbst und meine Menschlichkeit. –
Ein Jahr ist um, und Katzen sind die Kätzchen,
Und Maitag ist’s! – Wie soll ich es beschreiben,
Das Schauspiel, das sich jetzt vor mir entfaltet!
Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum Giebel,
Ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchen!
Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,
In Schränken, Körben, unter Tisch und Treppen,
Die Alte gar – nein, es ist unaussprechlich,
Liegt in der Köchin jungfräulichem Bette!
Und jede, von den sieben Katzen
Hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzem Schwänzchen!
Die Köchin rast, ich kann der blinden Wut
Nicht Schranken setzen dieses Frauenzimmers;
Ersäufen will sie alle neunundvierzig!
Mir selber, ach, mir läuft der Kopf davon –
O Menschlichkeit, wie soll ich dich bewahren!
Was fang ich an mit sechsundfünfzig Katzen!

(Theodor Storm, 1817-1888)

Auch  wenn dieses Gedicht bezeichnend für das rasante Anwachsen einer anfangs kleinen Katzenpopulation ist, kann die heutige Lösung natürlich nicht im Ertränken der Kätzchen liegen. Vielmehr zeigt es einfach überdeutlich warum es so wichtig ist seine Katze, egal ob Freigänger oder im Haus gehalten, kastrieren zu lassen. Des weiteren sollte man sich auch zeitnah Hilfe holen (oder selber kastrieren lassen) wenn man eine zugelaufene Katze füttert.

Das Gedicht zeigt sehr schön, dass das große Herz vieler Menschen leider oft zu großen Problemen führt. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Rufen Sie lieber rechtzeitig bei uns oder einem anderen Tierschutzverein an.

 

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